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Ministerpräsidentin Malu Dreyer, Bundeskanzler Olaf Scholz und Minister für Wirtschaft und Klimaschutz Robert Habeck

Diese Kampagne wird von Runder Tisch Erneuerbare Energien organisiert.

Appell

Eine Flutkatastrophe hat im Sommer 2021 große Teile des Ahrtals in Rheinland Pfalz zerstört. Der Wiederaufbau des gesamten Gebietes im Landkreis Ahrweiler muss nachhaltig gestaltet werden.

Jetzt müssen die richtigen Lehren gezogen und umgesetzt werden: “100 Prozent erneuerbare Energien bis spätestens 2030”. Nur so werden Treibhausgase in der Region maximal reduziert, neue zukunftsfähige Arbeitsplätze sowie eine weltweit geschätzte Erneuerbare Energie-Modellregion geschaffen. 

Das Ahrtal kann so eine Modellregion für Erneuerbare Energie werden und als positives Beispiel für andere ländliche Regionen in Deutschland und Europa dienen. 

Dieses Projekt hat den Namen: “Aus Ahrtal wird SOLa(h)rtal”. Wissenschaftler haben gezeigt, dass es technisch und zeitlich möglich ist die gesamte Region auf Erneuerbare Energie umzustellen. Und das fordern wir für die Region:  Strom, Wärme, Verkehr und Industrie bis 2030 zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien zu erzeugen.

Land und Bund verweigern jedoch seit September 2021 die Anerkennung des Projekt-Status und dessen Finanzierung.

Deshalb fordern wir die verantwortlichen Politiker*innen auf: 

  • Halten Sie Ihre vor den Wahlen gegebenen Versprechen und stellen sie schnellstmöglich Haushaltsmittel in der auf Kreisebene beschlossenen Höhe von 10 Millionen Euro für das Projekt "Aus Ahrtal wird SOLa(h)rtal” bereit. 
  • Das ist sinnvoll investiertes Geld, weil in die zwingend gebotene Klimaneutralität investiert wird und dadurch mittelfristig Energiekosten sinken; eine vernünftige Energie- und Klimaschutzpolitik unterstellt.

Warum ist das wichtig?

Mitte Juli des Jahres 2021 wurde Deutschland von einer gewaltigen Flut Katastrophe erschüttert. Das am stärksten betroffene Gebiet, das Ahrtal, trauert um 134 Tote. Viele Menschen, Flutkatastrophen-Opfer und Helfer*innen sind noch traumatisiert. (1) Nun müssen Politik und Bevölkerung alles tun, um den Wiederaufbau des Ahrtals voranzutreiben und die Bewohner*innen bestmöglich zu informieren und zu unterstützen. Eine Gruppe von Wissenschaftler*innen hat ein Energiekonzept entwickelt, wie dieser Wiederaufbau eine Chance für die Region und unser Klima sein kann. Im Zentrum dieses Konzepts: ein ganzheitlicher Ansatz rund um Wohnen, Arbeit und Mobilität bei dem Strom, Wärme, Verkehr und Industrie bis 2030 zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien erzeugt werden. (2) Das von mehr als zwanzig Umwelt- und Klima-Organisationen unterstützte Projekt bietet der stark geschädigten Region die Chance, nicht nur Schäden zu reparieren, sondern ein Vorbild von möglicherweise weltweiter Bedeutung zu werden. (3)

Wir dürfen nicht warten, bis sich klimawandelbedingte Katastrophen häufen und übermächtig werden. (4)

Wir müssen aus den tragischen persönlichen Schicksalen und Schäden mit stetig ansteigenden Milliardensummen lernen. Diese von Katastrophe zu Katastrophe immer höher werdenden Summen an “Reparatur- und Wiederaufbau-Geld” sind eindeutige Indikatoren für immer grausamere Katastrophen. Ihr Einsatz wirkt weder präventiv noch können Finanzmittel an Flutkatastrophenopfer deren kaum vorstellbares Leid hinreichend lindern.

Es braucht daher einen nachhaltigen und zukunftsorientierten Wiederaufbau, der den betroffenen Bürger*innen eine lebenswerte Zukunft gewährleistet. Die Unterstützung in der Bevölkerung ist groß. (5) Es fehlen nur noch entschlossene Politiker*innen und Regierungsvertreter*innen auf Ebene des Landes und Bundes, die Ihre Versprechen wahr machen und die nötigen Gelder für eine chancenreiche 100% erneuerbare Energie-Modellregion bereitstellen. Bund und Länder haben am 10. August bereits einen Wiederaufbaufonds von 30 Milliarden Euro beschlossen. Für den Umbau zum SOLa(h)rtal wurden 10 Millionen Euro auf Kreisebene final beschlossen, aber bis heute nicht freigegeben. (6)

Der Wiederaufbau des Ahrtals als Modellregion für nachhaltige Energiewirtschaft ist technisch möglich, ökonomisch sinnvoll, reduziert klimaschädigende Treibhausgas-Emissionen und schafft neue zukunftsorientierte Arbeitsplätze in der Region. Also worauf warten Sie noch? Unterstützen Sie die Menschen im Ahrtal, tragen Sie Ihren Teil zur Rettung unseres Planeten bei, und geben Sie die nötigen finanziellen Mittel frei.

Wie es Realität wird, haben fünf renommierte Wissenschaftler aus dem Kreise der “Scientists for Future” und des Solarenergie-Förderverein Deutschland e. V. mit Unterstützung des Runden Tisches Erneuerbare Energien in ihrem Impulspapier “Aus Ahrtal wird SolAHRtal” aufgezeigt. 

Die Umsetzung der ambitionierten Inhalte des Impulskonzeptes soll nach kommunalpolitischer Beschlusslage im Kreis Ahrweiler in einer Projekt-Struktur erfolgen.

REFERENZEN:

(1)  https://www.swr.de/swraktuell/rheinland-pfalz/flut-in-ahrweiler-so-gross-ist-der-schaden-104.html

(2)  Impulskonzept für den Wiederaufbau: „Aus Ahrtal wird SolAHRtal“ (energiewende-2030.de);

https://sfv.de/aus-ahrtal-wird-solahrtal
 

(3)   https://energiewende-2030.de/ahrtal-solartal/

(4)  Kevin Anderson: Die Realität hinter den Klimazielen, das „Davos-Cluster“ und die Wende von unten - Runder Tisch - Erneuerbare Energien (energiewende-2030.de)

(5) https://www.bdew.de/online-magazin-zweitausend50/schwerpunkt-stadt-land-fluss/nach-der-flut-vom-ahrtal-zum-solahrtal/

(6)  Ahrtal wird Solartal – Ist die Regierung mit im Boot oder nicht? – pv magazine Deutschland (pv-magazine.de)

Wiederaufbau samt Energiewende: Der Weg zum SolAHRtal ist möglich - Wirtschaft - Rhein-Zeitung;

Bremsen und Blockaden für die Energiewende: Warum das Ahrtal nie zum Sola(h)rtal wird - Kreis Ahrweiler - Rhein-Zeitung;

 

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